Sonntag, 22. April 2012

The Busy Bedbugs - Schaufenster-Konzert








Die Idee eines Konzertes in einem Schaufenster ist so alt wie das Glas davor. Dank Gregor und seinem Schaufenster-Kleinst-Kulturprojekt (SKK) fügte sich durch Zufall zusammen was zusammen gehört. Kurze Rede, etwas Planung und dann ging es los. Am gestrigen Samstag war es dann so weit.

Danke an alle  die gekommen sind, die unerwartet und überrascht zugleich vorbei promenierten oder radelten. Es war ein Konzert für alle und Jeden. Viel Spaß mit den Bildern und Videos.

Mario Hemken, Lothar Dornieden & Henk Werntgen

                                                                  Bad, Bad Whiskey

                                                                 Talk To Your Daughter




Gäste




















Gregor Marzinkowski














Freitag, 20. April 2012

Klaus "Dr.Mojo" Stachluetz feat. Mario Hemken - Konzert 11/04/2012


Ich kenne Klaus Stachuletz seit nun mehr einigen Jahren und ich kann nicht mehr sagen wie lange genau oder woher. Es wird irgendwo unter Musikern gewesen sein. Seit dieser Zeit kreuzten sich unsere Wege immer wieder. Und der Blues war stets ein Thema, was uns verband
.
Am 13 April gab es hier in Münster das erste Konzert mit Klaus als Duo überhaupt. Es gab keine Probe, lediglich eine Setlist mit den jeweiligen Stücken und Tonarten. Die habe ich mir zu Hause vorher noch mal
genauer angehört.
Ein Konzert unter diesen Umständen kann im allgemeinen gut gehen. Oder auch schief.
Nichts dergleichen habe ich befürchtet, denn Klaus und ich sind nicht nur "alte" Bühnenhasen, sondern auch auf vielen Ebenen des zwischenmenschlichen Zusammenlebens Seelenverwandte.
So ist unser Verständnis als Musiker und deren Verantwortung sehr bewusst. Es reicht nicht nur als Musiker zu glänzen. Das eigentliche Handwerk liegt genau dazwischen. Die Ebene Bühne & Publikum muß an irgendeinem Punkt nicht mehr wahrnehmbar sein. Die Luft muß knistern und so etwas wie Vertrautheit ausstrahlen. Wir als Musiker und die Gäste an einem besonderen Abend in einem besonderen Raum.
An diesen Abend war MAGIC zu spüren. Alles lief entspannt, bisweilen dynamisch und mutig ab.
Worte kommen nicht an das Erlebte ran. Also viel Spaß mit den Videos!



Die Einnahmen/Spenden gingen zu 100% an das in Planung stehende Kinder-Hospiz Burgholz in Wuppertal.
Wir waren sehr froh über die Spendenbereitschaft der anwesenden Gäste. So kamen über 250 Euro zusammen. Großartig! Zauberschön! Gut So!



                                                                    "Malted Milk"
                                   
                                                            "Little Red Rooster"

                                                               "It Hurts Me Too"

                                                         !!!!! BONUS VIDEO !!!!!!

"Cherooke Boogie"

Mittwoch, 11. April 2012

Dr. Mojo - Blues, Folksongs & Oldies - LIVE in Münster am 13. April



Das Blues-Urgestein „Dr. Mojo“ – mit bürgerlichem Namen Klaus Stachuletz– spielt 
traditionelle amerikanische Musik: erdigen Blues, Gospels, Balladen und Klassiker
verschiedenster Stilrichtungen.

Mit Gesang, Gitarre, Bluesharp im Rack, Hi-Hat und Stompin’ Bass - oft gleichzeitig gespielt -
zählt Klaus Stachuletz zu den besten Musikern dieser Art. Mit seiner ebenso kraft- wie
gefühlvollen Stimme, dazu Gitarre und Foot-Percussion erzeugt er gemeinsam mit Mario
Hemken an der Blues-Harp eine Klangfülle, wie sie von einem Duo nicht oft erreicht wird.

Mario spielt seit über 30 Jahren Blues-Harp und stand schon mit vielen internationalen
Bluesgrößen auf der Bühne. Als Harpspieler und Sänger der bekannten „Busy Bedbugs“ sorgt
er stets für die richtige Stimmung und begeistert mit seinem exzellenten Harpspiel immer wieder
das Publikum

Band-Besetzung "Dr. Mojo and Friends“:
Klaus Stachuletz (Gesang, Rhythmusgitarre, Percussion)
Mario Hemken (Gesang, Blues-Harp).


Mehr Infos hier: 
http://www.doctormojo.de/termine.htm 
http://www.cafe-arte-muenster.com/termine.html 



Dienstag, 18. Oktober 2011

Boogielicious - Konzert in Brake Donnerstag, 27. Oktober 2011, 20.00 Uhr


Boogielicious gehört zu den ganz wenigen jungen europäischen Boogie Woogie und Blues Acts, die sich innerhalb kurzer Zeit und mit nur zwei Alben auf die vorderen Ränge ihres Genres vorgearbeitet haben. Staunten die Medien beim ersten Album „Boogielicious“ noch über die durchgehende Qualität ihres gesamten Albums (Pressestimmen: "Mühelos, schwerelos, einfach wunderbar!"), kristallisierte sich bei Fans, Funk und Presse mit dem Nachfolger „ Route 88“ (wegen der 88 Tasten des Klaviers) die Erkenntnis heraus, dass der unverwechselbare Gruppensound diesmal sogar mit Mundharmonika, durch den Studiogast Dr. Bertram Becher noch homogener geworden war.
Die Live-Auftritte gerieten zu umjubelten Highlights der Konzertsaison und das Unternehmen "Boogielicious" bekam auch international eine neue Dimension. Neben erfolgreichen Konzerten in Deutschland konnte das Duo auch in den Niederlanden, Frankreich, Belgien und der Schweiz weitere Fans gewinnen.
Mittlerweile ist Boogielicious zu einem der führenden europäischen Boogie Woogie Duos herangereift: Rein akustisch mit einem unverfälschten grundehrlichen runden und harmonischen Sound.
Die Eingängigkeit Ihres Repertoires ist bei den Fans mittlerweile zu einem Markenzeichen geraten, welches Hörerschichten weit über den Boogie Woogie und Blues hinaus erschlossen hat. Der ganz eigene Boogielicious Sound lockt auch wieder viele Junge Fans zu den Konzerten.
Kurz gesagt, wie der Name schon andeutet: Köstlicher Boogie Woogie und mehr!!!






Kultur im Fischerhaus e.V. - im historischen Fischerhaus Brake, Mitteldeichstraße 34

--------- Das Konzert ist vorbei, aber hier ist der Bericht----------

Sonntag, 10. Juli 2011

Bluesnote Rheine - Fritz Rau in Rheine


Nicht unweit von Münster liegt Rheine. Und diese eher kleine Stadt hat es auf die Beine gebracht im Jahre 2008 einen Verein zu gründen, der sich der Pflege des Blues verschrieben hat. Die "Bluesinitiative Rheine" besteht aus 9 aktiven Mitgliedern, passive sind nicht vorgesehen.
Es gab mittlerweile etliche Konzerte mit ausnahmslos guten Musikern: Timo Gross, Richard Bagel, die Bluescaravan, Hamburg Bluesband u.a.
Viel mehr an Infos finden sich auf deren Homepage. 


 
Im Rahmen eines Festivals (organisiert von der BIR) habe ich die Lesung von Fritz Rau besucht. Kein Bluesliebhaber aus Deutschland kommt an Fritz Rau vorbei, gab es doch in den späten 70 zahlreiche Schallplatten im Lippmann & Rau Verlag, die amerikanische Blueskünstler in Deutschland und Europa bekannt gemacht haben. Dazu natürlich etliche Konzerte.

Fritz Rau ist ein, nein, das Urgestein der Konzertveranstalter. Er war es auch, der den Jazz nach Deutschland holte. Es gab keinen Musiker, der in den letzten Jahren nicht mit ihm in Kontakt getreten war. Marlene Dietrich, Peter Maffay, Rolling Stones, Duke Ellington, Frank Zappa, Jimi Hendrix, Udo Lindenberg, Madonna, Miles Davis, Micxhael Jackson und viele, viele mehr.

Mittlerweile 81jährig hat Fritz seine Biografie veröffentlicht. Daraus las er am Donnerstag, den 07. Juli im "Tholi" in Rheine vor. Das, was er zu erzählen hat ist verbunden mit den Karrieren weltbekannter Musiker. Viele von denen wären heute nicht so bekannt, wenn Fritz Rau diese Künstler nicht begleitet hätte.   

Neben Fritz Rau stand noch  Jürgen Schwab  auf der Bühne, der die Lesung musikalisch untermalte. Ob es ein Blues oder ein Jazz Stück ist. Als Gitarrist und Sänger ist er herrausragend. Übrigens hat er Fritz Rau ein Stück gewidmet. Man kann ihn sich auf seiner Homepage anhören.

Fritz Rau legt gleich zu Anfang mit einem sehr persönlichem Geständnis auf. Er war als sehrr junger Mann in der Hitlerjugend und er sei darauf alles andere als stolz. Diese Scham durchzog sein ganzes Leben. Nach Kriegsende war er als Student in Heidelberg tätig. Dort verfiel er auch dem Jazz. Der Musik, die den Nazis ein Dorn im Auge war. Auf seine detailierte Biografie möchte ich den Artikel bei Wikipedia empfehlen, komprimierter geht sein Lebenslauf nicht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Rau

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                                     Blues & Breakfast
Am Sonntag waren wir dann noch einmal in Rheine, um dort bei LIVE Bluesmusik zu frühstücken. Ebenfalls von der Bluesinitative Rheine organisiert. Die Sonne war da, es gab Kaffe, Schrippen und Erdbeerkuchen für alle. Wir trafen auch überraschenderweise unseren alten Drummer Miro Gmyr. Er war der Herzschlag unsere Band "Fulton`s Point" vor sehr langer Zeit.

Lothar, Miro &  Mario
44 Blues und die Blues-Guerillas

Die Lokalmatadore aus dem Sümpfen des Emsdeltas, der Band 44 Blues und den Blues-Guerillas um den Gitarristen Stephan„ Stevie Ray“ Höltker waren für den LIVE Blues zuständig. Stephan dürfte dem Rheinenser Publikum nicht nur als Sessionmusiker bekannt sein, sondern auch als Gitarrist der legendären lokalen Bands wie Southern Range und Indigo. Es gab die gesamte Palette von Blues-Standards: "Pride & Joy", "Fool For Your Stockings", "Walking Blues", "Honky Tonk Woman" oder "Sweet Home Chicago", wo ich die Band an der Harp begleiten durfte. Danke Jungs!!!

Hier noch ein passender Text von Wilf Kiesow:
Einen großen Dank für die Fotos und den Bericht! 


"Blues bei Brötchen und Bier
Blues-Guerilla tauchte auf, spielte und verschwand vom Thie.

Zunächst hatte die Bluesband „Blues Guerilla“ am späten Vormmittag auf dem Thie noch die Kirchenglocken als Konkurrenz zum Soundcheck zu dulden. Aber bereits nach den ersten kraftvollen Blues-Akkorden schien sich der Sieger in diesem ungleichen Wettbewerb abzuzeichnen.                                 
Und das sollten für vier Sets vor gut 200 Zuhörern bis in den frühen Nachmittag hinein Stephan Höltker (Gitarre), Christoph Greitens (Bass), Heiko Jens (Drums), Martin Huck (Gesang) und Thoms G. (2. Gitarre) sein.
Und in der Tat, sie bilden keine feste Gruppe, sondern der Kern um Höltker, Greitens und Jens spricht sich immer wieder mit Gästen ab, die sie in ihren Gigs ergänzen. Aber in einer Weise, dass es praktisch nicht auffällt, denn  zu sehr sind sie mit dem Blues vertraut, dass sie mühelos ihre Bluespattern mit akustischen und elektrischen Gitarren, konsequenten Bassläufen und Schlagzeugunterstützung perfekt rüberbringen.
Bei den gecoverten Versionen fehlte praktisch keine Bluesgröße: Ob Stevie Ray Vaughan, Eric Clapton, Bill Withers, die Blues Brothers, B.B. King, Wilson Picket, Muddy Waters oder Stevie Wonder. Als quasi schweizer Messer für die genannten Gesangsinterpreten begeisterte Martin Huck, der allen Liedern eine dermaßen Wucht und Dominanz mit seinem Volumen und der Modulationsfähigkeit seiner Stimme verlieh, dass er die Bühne auf dem Thie als ungekrönter Mr Blues Vocal verlassen konnte.
Und was waren das für kernige Lieder, bei denen mitgewippt und mitgenickt wurde. Bereits bei „Fool for your stockings“ kam Bewegung auf, obwohl nur ein Slow Blues. Dann weiter bei Liedern wie „Ain`t no sunshine“, garniert mit einfühlsamem Gitarrensolo, oder aber bei „Dust my broom“, welches mit seinem Bottleneck-Effekt die nötige Spritzigkeit erfuhr.
Dass man auch „elektrisch“ konnte, bewiesen die Fünf beispielsweise mit „Hoochy Coochy Man“, in dem die Gibson verzerrt jaulte, oder aber mit „Thrill is gone“, in dem die Leadstimme das akutische Sahnehäubchen darstellte.
Alle Bluesformationen tragen das Element der Improvisation in sich getreu dem Motto: Wer kann, der darf auch mitspielen. Und nachdem man schon recht früh nach einem Harp-Spieler mit einer A-Dur Harmonika gefragt hatte, tauchte er auch auf: Unabgesprochen und unvorbereitet stand dann Mario Hemken aus Münster mit auf der Thie-Bühne und gab dem Lied „Sweet home, Chicago“ die Mississippi-Würze.

 



Auch an diesem letzten Tag des Blues-Wochenendes war das Wetter der Bluesnote-Initiative und den Zuhörern geneigt, und statt tristen Regenschutzes farbige Sonnenschirme aller Orten. Überhaupt war für alle bestens gesorgt: Es konnte gefrühstückt werden, das Frühschoppenbier genossen und die Kinder an Basteltischen unterhalten werden.
Wie sagte der Gitarrist Stephan Höltker im Gespräch mit der MV: Wir haben uns im Wohnzimmer getroffen, dann ging`s raus in die Kneipen, um „Krach zu machen“. An diesem Tag war der Thie das Wohnzimmer, die Couch wohlbesetzt und die Sonntagsstimmung bei exquisiter Musik famos. Ein Blues-Wochenende dieser Art verdient Wiederholung. Und das in jedem Jahr." 
So sehe ich das auch!